18 | 05 | 2012
Nachrichten aus den Fachbereichen
Gelunger Auftakt der Tusch-Kooperation
Gelungener Auftakt der TUSCH-Kooperation

30 Schüler der DS-Kurse des 11. Jahrgangs  (Leitung Fr. Kügele-Jeschal und Hr. Arndt) der MBO waren mit Engagement und Lampenfieber beim Kleistfestival des Maxim-Gorki-Theaters dabei:
„Kleist - ein unbekannter Autor" war die Ausgangslage der Arbeit.  An beiden Abenden des Kleist-Kaleidoskops im Studio des Maxim-Gorki-Theaters gaben die Schülerinnen und Schüler in einer Collage aus Bildern und Textfetzen spielerisch Einblicke in die letzten Briefe Kleists, in sein Verhältnis zum Tod sowie in die Gründe für das Zerbrechen eines Krugs. Die Fotos der Generalprobe zeigen Spaß und Konzentration.

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Tusch

Teilnahme bei TUSCH (Theater und Schule Berlin)

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Seit Beginn des Schuljahres 2011/12 hat der Fachbereich Darstellendes Spiel eine Kooperation mit dem Berliner Maxim-Gorki-Theater!

 

 
QUID PRO QUO? 2011

Quid pro quo? (dies für das)

Theatrales Ergebnis des Organspende-Projektes 2011

Eigenproduktion, inspiriert durch Oskar Panizzas Groteske „Die Menschenfabrik"

Max-Beckmann-Oberschule

Kurs Darstellendes Spiel 12 und Theater-AG

Spielleiterin: Helga Burchardt

AG-Leitung: Katja Debski

Ein Ort ungeahnten Schreckens: eine Fabrik, die Menschen herstellt!

Gentechnik-Debatte hin, Orwellscher Fatalismus her- die Töne, die uns aus dem Hörspiel von Oskar Panizza (1853-1921)  erreichten, zeugen von einer Frische, die auch jenseits aller Grübeleien aufhorchen lässt. „Die Menschenfabrik" ist eine groteske Gruselgeschichte aus dem 19.Jahrhundert, die thematisch  und sprachlich in unsere Zeit zu passen scheint.

Deshalb wollen auch wir „Menschen machen, wie man Brot macht".

Meine Damen und Herren, treten Sie ein in die Welt des Quidproquos (QPQ).

Wir erwarten Ihre Bestellung!

Diese Ankündigung wurde in der Theaterwoche vom 21.-24.02.2011 jeden Abend erfüllt.

 

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Der Mond ist weg 2010
Der Mond war weg!

Und so geschah es dann, dass es auf der ganzen Welt, kaum dass der Teufel den Mond in die Tasche gesteckt hatte,  so finster wurde, dass man nicht einmal den Weg in die Schenke, geschweige denn zur Schmiede gefunden hätte...

Was führt wohl, wundert sich die Hexe Solocha, der Teufel wieder im Schilde, der da klammheimlich den Mond vom Himmel stiehlt? Während im Dorf nach altem Brauch die Weihnachtssänger durch die Gassen ziehen, sinnt der Teufel auf einen ganz anderen Zeitvertreib: Dem Schmied Wakula, der sich über ihn lustig gemacht hat, will er einen gehörigen Denkzettel verpassen...In Nikolai Gogols (1806-1852) heiterer Weihnachtserzählung mischt sich Burleskes mit jenem märchenhaft - phantastischen Element, das seinen Geschichten ihren zauberhaften Charme verleiht."

(aus der Projektbeschreibung von Katja Debski)

Nach der märchenhaften Erzählung „Die Nacht vor Weihnachten" entstand seit Oktober 2009 während unserer Projektarbeit eine Geschichte über die ganz normalen Sünden der Menschen, die nicht bestraft werden wollen für ihre pure Lebenslust. Zwar ist / war der Mond weg, aber wir können auch im Dunkeln lustig sein.

Die einzigartige - selbst erbaute - Märchenhütte (R.123) zeigt unsere Besessenheit, denn wir lieben Theater wirklich und reden nicht nur darüber.

Rückblickend muss ich sagen:

Es war das  aufwendigste und interessanteste Projekt, welches ich bisher organisiert habe - interessant durch die professionelle Unterstützung durch Frau Katja Debski - aufwendig, weil insgesamt weit über 40 Mitwirkende das Gesamtprojekt begleiteten.

Die neu gegründete Jahrgangs übergreifende Theater- AG (GKDS 13, Basis DS 11, WPDS 8 und 10) und die Theater - Technik  - AG unter der bewährten Leitung von Patrick Dressel  haben hervorragende Arbeit geleistet.

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Flieh, wenn du kannst 2009

 

 

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Flieh, wenn du kannst –

da konnte ich mir alles und jedes drunter vorstellen, dementsprechend offen und neugierig kam ich in die Max-Beckmann Schule.

Erstmal Urlaubs- und Partystimmung, schüchterne Kinder mit bunten Drinks, Security, die lässig rumstand, und eine Horde Neuntklässlerinnen in lautstarker Pauschalurlaubspartylaune.

Ein bisschen unsicher waren sie aber doch, so zwischen den Besuchern herumzuhüpfen, aber sie haben sich immer wieder beherzt in ihren Part geschmissen, gejohlt, gejuchzt und ein paar Tanzschritte durch die Reihen gemacht. Es zog sich etwas, dieses Intro, für diese Dauer war es doch etwas wenig Material, oder war die leichte Monotonie gewollt?

Schließlich führten sie uns die Treppe hoch in den eigentlichen Theaterraum, wo die heile Urlaubswelt bald von Flüchtlingen, die mit letzter Kraft zur Bühne(Strand) robbten in etwas ganz anderes verwandelt wurde und die Produktion ganz bei sich war.

Großes inneres Engagement war in den kleinen Spielszenen spürbar, das körperliche Spiel war intensiv und pointiert. Schade, dass die Szenen alle so extrem kurz waren, gerne hätte ich mehr gesehen. Inhaltlich waren sie alle superdeutlich, ich hätte mir gewünscht, dass mal eine Figur etwas mehr Platz bekommt, aus den Beispielen eine kleine Geschichte würde. Denn es wurde ja die Anteilnahme der Zuschauer eingefordert, und das geht am besten über Personen und Geschichten. Haften bleiben auf jeden Fall die eindringlichen Bilder. Gut gewählte Objekte(die goldenen Schuhe) und am Ende die Einbeziehung des ganzen Raumes mit uns Zuschauern drin – da hat man gesehen was das arme Schultheater alles leisten kann mit seinen Mitteln.

Betont sachliche Kommentare zu den Videos über die Flüchtlingsproblematik waren ein wirkungsvoller Kontrast zum emotionalen Spiel auf der Bühne.

Von der Dramaturgie her fand ich es gut und richtig, das Geschehen mit den Tänzen zu gliedern. Die Ausführung hat mich ehrlich gesagt nicht so überzeugt. Angesichts der Direktheit und Härte der Spielszenen und der Videos fand ich die Tänze etwas seicht und flach, irgendwie waren die beiden Mädchen nicht so präsent wie die anderen. Der Abschnitt mit dem Schrei passte aber gut.

Die vielfältige Nutzung der nur auf den ersten Blick einfachen Bühneneinrichtung war genial!

Überhaupt Viewpoint Architecture: Höhepunkt war der dunkle Flur, in dem sich das Publikum staute; einzelne fühlten sich hörbar unbehaglich und vielleicht haben sich ja auch die Unempfindlicheren spätestens hier dem Anliegen des Stückes geöffnet. Ich fand es jedenfalls toll, wie sinnvoll und folgerichtig der Schulbau "mitspielte".

Das gilt auch für das Boot, das ich leider nur über Kopf sehen konnte, weil ich mich schon dafür ziemlich über das Treppengeländer hängen musste- trotzdem ein schönes starkes Bild zum Abschluss.

Fazit: Ein überzeugender Abend, der seinem großen und ernsten Thema gerecht wurde, mit so viel spürbarem Engagement, dass man darüber fast nicht merkte, wie gut und genau die Inszenierung geplant war. Richtig gutes Schultheater!

 

Gesine Nejjar (Mitglied des Arbeitskreises Darstellendes Spiel Berlin)
 


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