| Comenius |
|
COMENIUS: ‘Beispiel guter Praxis' Große Freude bei den Akteuren und in der ganzen Schule: Das Comenius-Projekt ARC (Action Research on CLIL), an dem unsere Schule in den letzten zwei Jahren teilgenommen hat, wurde vom Pädagogischen Austauschdienst, der Nationalen Agentur für EU-Programme im Schulbereich, als ‚sehr gut‘ bewertet. Damit haben zwei Jahre intensiver Arbeit von Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften ihre Anerkennung gefunden, was im pädagogischen Alltag leider viel zu selten vorkommt. Worum geht es in diesem Projekt von Schulen aus vier Ländern? Grundgedanke ist die Förderung von Mobilität junger Menschen in einem vereinten Europa, wozu Schule wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln kann. Dazu werden innovative Unterrichtsmethoden angewandt, hier CLIL (Content Language Integrated Learning), was man mit Sachunterricht, durchgeführt unter Verwendung einer Fremdsprache, bezeichnen könnte. Konkret heißt das, eine Unterrichtseinheit z.B. im Fach Biologie wird in englischer Sprache durchgeführt, an der also auch Schüler aus anderen Ländern mit Englischkenntnissen teilnehmen können. Das würde einen Umzug von einem Land in ein anderes für Schüler sehr vereinfachen, da in Europa Englisch in fast allen Ländern als Fremdsprache angeboten wird. Genau auf diesem Gebiet haben wir mit Schulen aus Polen, Italien und Spanien gearbeitet. Der Fächerkanon reichte dabei von der bereits erwähnten Biologie über Chemie, Mathematik, Kunst, Gesellschaftswissenschaften (Erdkunde, Geschichte, Migrationsforschung), Latein und der Herstellung einer digitalen Schülerzeitung. Der Abschlussbericht umfasst 40 Seiten; hier kann nur auf die wesentlichen Punkte eingegangen werden. In mehreren internationalen Treffen mussten Lehrpläne abgeglichen, die nationalen und örtlichen Bedingungen des Schulbetriebs erfasst, Einigung über die zu behandelnden Themen in den einzelnen Fächern erzielt, der Unterricht geplant, Bewertungsmaßstäbe festgelegt und schließlich Unterricht unter Beteiligung der Schüler aus den vier Ländern durchgeführt werden. Das klingt nach viel Arbeit und war es auch, wofür allen Beteiligten, auch unseren Partnern aus den anderen Teilnehmerländern, Dank und Anerkennung ausgesprochen werden muss. Dank geht aber auch an die Schulgemeinschaft, die mit großem Verständnis Rücksicht auf die teilnehmenden Schüler genommen hat, das Kollegium, das so manche Unterrichtsstunde der teilnehmenden Lehrkräfte vertreten und das Projekt wohlwollend begleitet hat. Alle Teilnehmer sind sich darüber einig, dass die Mitarbeit für sie eine große Bereicherung dargestellt hat und dass sich neben der vielen Arbeit auch viel Spaß, Freude, nutzbringendes Lernen, Anknüpfen neuer Freundschaften und Bereicherung für den schulischen Alltag ergeben haben. Der berühmte ‚Blick über den Tellerrand‘ relativiert so manche Sicht auf die eigene Arbeit und die Verhältnisse in den beteiligten Ländern. Die Ergebnisse sind inzwischen öffentlich und für jedermann einzusehen unter: http://sites.google.com/site/actionresearchonclil/home Hier ein Auszug aus dem zusammenfassenden Kommentar der Nationalen Agentur: „Eine sehr gelungene COMENIUS-Partnerschaft, die mit außerordentlich viel Einsatz und Engagement durchgeführt wurde, ein wichtiges Thema behandelte und dabei beachtliche Ergebnisse erzielt hat, die für weitere Schulen beispielhaft sein können. Eine große Anzahl an Aktivitäten, die der gesamten Schulgemeinschaft - Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Eltern - zum Vorteil gereichen, wurde an der Schule durchgeführt. Eine Fortführung eines derart erfolgreichen Projekts in Form eines neuern Comenius-Projekts ist unbedingt zu befürworten. Wir habe Ihr Projekt als ‚Beispiel guter Praxis‘ markiert ..."
Ein sehr erfreuliches Ergebnis ist der Beginn einer Partnerschaft mit dem Liceo Brocchi in Bassano / Italien, das mit einem Schüleraustausch im Frühjahr 2012 beginnt. Die Zusage für das Nachfolgeprojekt steht, es geht also weiter! Bernhard Lange
|




