Start Fachbereiche Gesellschaftswissenschaften
08 | 09 | 2010
Nachrichten aus den Fachbereichen
Studienfahrt nach Straßburg im 13. Jahrgang

Dezember 2009

Bild4Zum wiederholten Male fand eine Studienfahrt nach Straßburg für die Abiturienten statt, veranstaltet von den Fachbereichen Gesellschaftswissenschaften und Kunst.

Die Teilnahme an einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments sowie die Diskussion mit einem EU-Parlamentarier - in diesem Jahr erneut Michael Cramer - sollten den SchülerInnen vertiefte Einblicke in das für alle abiturrelevante Prüfungsthema Europa geben.
Flankiert wurde dieses Herzstück der Fahrt zum einen durch kunstgeschichtliche Horizonterweiterungen (Straßburger Münster, Colmar mit dem Isenheimer Altar) und einem Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Struthof.

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Schüler-Ergebnisse einer Befragung zur Auschwitz-Reise des 10. Jahrgangs 2009
1. Welche wichtige Erkenntnis hat dir die Reise nach Auschwitz und Birkenau vermittelt?

-    Was Hass anrichten kann,
-    wie organisiert die Nazis vorgegangen sind,
-    wie erbarmungslos Menschen Menschen umbringen können,
-    dass man aufpassen muss, wen man wählt, also genau überdenken, wen man an die Macht bringt, damit sich so etwas nicht noch einmal wiederholt,
-    dass die Diktatur in keinem Land eine gute Auswirkung hat,
-    die Reise und die Beschäftigung mit dem Thema hat mich dazu gebracht, genauer hinzuhören und mehr zu hinterfragen, sei es jetzt in der Politik oder im Allgemeinen. Hätten die Menschen damals mehr hinterfragt, hätte es dazu nicht kommen können,
-    ich habe versucht, durch den Besuch des KZ alles besser zu verstehen, aber am Ende steht die Erkenntnis, dass man so etwas wie ein KZ NIE verstehen kann,
-    dass es Menschen gibt, die denken, über allem zu stehen, und die Dinge tun, die heutzutage keiner begreifen kann, aber damals Millionen begeistert hat.
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Mach Geschichte mit Dominoeffekt
10_22_Vorderseite_3Geschichtsunterricht der 10.22

An der Dominoaktion zum 20. Jahrestag des Mauerfalls beteiligte sich auch die Kerngruppe 10.22. Die Schüler hatten im Geschichtsunterricht die zweite Berlinkrise (1958-63) behandelt, sich mit den Hintergründen zum Mauerbau intensiv auseinandergesetzt und schließlich die Ereignisse des Jahres 1989 erarbeitet. Gut gelaunt und motiviert beendeten die Schüler das Projekt nach drei Wochen.
Der Dominostein mit dem Titel „Vom Mauerbau zum Mauerfall" zeigt auf der Vorderseite einzelne Szenen des Sommers 1961, auf der Rückseite wird der Fall der Mauer nach einer Idee zweier Schülerinnen (Julia und Daniela) dargestellt.
Am 9. November wird dieser Stein zusammen mit vielen anderen Dominosteinen den ehemaligen Mauerverlauf vom Potsdamer Platz zum Reichstag markieren und schließlich zu Fall gebracht werden.

Reichel

 
Fahrt nach Auschwitz 2009
auschwitzAuch im kommenden Schuljahr wird wieder eine vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften organisierte Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz stattfinden.
Schülerinnen und Schüler des zukünftigen 10. Jahrgangs werden von Montag, dem 28. September, bis Freitag, dem 2. Oktober 2009, nach Krakau reisen und von dort aus an zwei Tagen das Stammlager Auschwitz sowie das Außenlager Birkenau besuchen.
Weiterhin stehen eine Erkundung von Krakaus Altstadt, ein Besuch des ehemals jüdischen Stadtviertels Kazimierz sowie des Drehortes von „Schindlers Liste" auf dem Programm. Neu an der diesjährigen Reise ist eine halbtägige Arbeit aller Schülerinnen und Schüler im Archiv der Gedenkstätte.
Die Reise findet mit 45 historisch besonders interessierten Schülerinnen und Schülern statt, die sich für die Teilnahme an dieser Gedenkstättenfahrt sogar schriftlich „bewerben" mussten. Organisation der Reise: Frau Rauther und Herr Keck, Begleiter sind Frau Haß und Herr Marciniec.
 
Das KdF-Seebad Prora

Die etwas andere NS-„Gedenkstätte" - das KdF-Seebad Prora auf Rügen

Fahrten zu Orten, die in der NS-Zeit eine Rolle spielten, führen meistens zu KZs, Vernichtungsstätten und anderen Denkmalen, an denen der Opfer der NS-Gewaltherrschaft gedacht wird. Diese Fahrten haben nach wie vor ihren Wert und stehen z.B. auch jeden Herbst (Auschwitz-Fahrt) auf dem Programm des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften.

Eine ganz andere Facette der NS-Herrschaft in Deutschland zu erfassen war Ziel einer Fahrt zum Riesenbau des KdF-Seebades Prora bei Binz auf Rügen. Beteiligt waren der Leistungskurs Geschichte und der bilinguale Grundkurs Geschichte des 3. Semesters.
Die Fahrt fand ganztägig (von ca. 7:00 morgens bis 22:00 abends) am 13. Dezember, einem Samstag, statt. Das „Schönes-Wochenende-Ticket" der Bahn machte es möglich.

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