„Und so geschah es dann, dass es auf der ganzen Welt, kaum dass der Teufel den Mond in die Tasche gesteckt hatte, so finster wurde, dass man nicht einmal den Weg in die Schenke, geschweige denn zur Schmiede gefunden hätte...
Was führt wohl, wundert sich die Hexe Solocha, der Teufel wieder im Schilde, der da klammheimlich den Mond vom Himmel stiehlt? Während im Dorf nach altem Brauch die Weihnachtssänger durch die Gassen ziehen, sinnt der Teufel auf einen ganz anderen Zeitvertreib: Dem Schmied Wakula, der sich über ihn lustig gemacht hat, will er einen gehörigen Denkzettel verpassen...In Nikolai Gogols (1806-1852) heiterer Weihnachtserzählung mischt sich Burleskes mit jenem märchenhaft - phantastischen Element, das seinen Geschichten ihren zauberhaften Charme verleiht."
(aus der Projektbeschreibung von Katja Debski)
Nach der märchenhaften Erzählung „Die Nacht vor Weihnachten" entstand seit Oktober 2009 während unserer Projektarbeit eine Geschichte über die ganz normalen Sünden der Menschen, die nicht bestraft werden wollen für ihre pure Lebenslust. Zwar ist / war der Mond weg, aber wir können auch im Dunkeln lustig sein.
Die einzigartige - selbst erbaute - Märchenhütte (R.123) zeigt unsere Besessenheit, denn wir lieben Theater wirklich und reden nicht nur darüber.
Rückblickend muss ich sagen:
Es war das aufwendigste und interessanteste Projekt, welches ich bisher organisiert habe - interessant durch die professionelle Unterstützung durch Frau Katja Debski - aufwendig, weil insgesamt weit über 40 Mitwirkende das Gesamtprojekt begleiteten.
Die neu gegründete Jahrgangs übergreifende Theater- AG (GKDS 13, Basis DS 11, WPDS 8 und 10) und die Theater - Technik - AG unter der bewährten Leitung von Patrick Dressel haben hervorragende Arbeit geleistet.
Dank allen Helfern des Mond-Projektes Klasse 8-13!
Zahlreiche Helfer aus der ganzen Schule standen uns von Anfang an zur Seite, besonders meine SchülerInnen aus dem GA Kurs Deutsch 8 und EF Kurs Deutsch 9, die jetzt jede Schulveranstaltung vor- und nachbereiten können, denn sie wissen, wie man eine schnelle Bestuhlung durchführt (Wer keine Stuhlschlangen bilden kann, hat schon verloren!).
Die Fachbereiche Musik und Arbeitslehre halfen uns unkompliziert beim Bühnenbild (super Rutsche!) und der musikalischen Umrahmung- herzlichen Drück an meine stets fröhliche Uta Grabow und den lieben Wolf.
Strom weg ... Retter in der Not, unser Hausmeister Herr Köhler - mit Leiterdiplom! Apropo LEITER - wir haben jetzt eine riesige, fachgerechte, auf die aber keiner ohne Leiterberechtigung steigen darf !
Samstagproben mit eigenem Hausschlüssel waren Dank unseres Schulleiters. Herrn Plenefisch, eine Erleichterung. Er ermöglichte unser Projekt überhaupt erst durch seine Rundumunterstützung.
Aber was wäre ein Theaterprojekt ohne SpielerInnen? Sie machen es erst möglich, dass am Ende Applaus ertönt. Der war allabendlich unüberhörbar, besonders beim Theatertreffen der Berliner Oberschulen. Obwohl wir uns mit großem Herzklopfen nachträglich in Tempelhof angemeldet haben, wurden wir mit Wohlwollen in der Luise-Henriette-Oberschule, dem wichtigsten Austragungsort für Berliner Theaterschüler, aufgenommen. Wir wurden als Alters übergreifende Arbeitsgemeinschaft positiv wahrgenommen.
(Rezension nachlesbar bei Spielart Berlin online).
Der enge Zusammenhalt der Mitwirkenden, egal welchen Alters, war sowohl im eigenen Haus, beim Auftritt im Atrium und in Tempelhof das Geheimrezept für unser Projekt.
Rückblickend kann ich sagen:
Es war für alle Mitwirkenden ein einzigartiges Erlebnis - eine Erfahrung, die nachwirkt und ansteckt. So ansteckend, dass der WPDS -Kurs 8 uns in 2 Wochen eine eigene erfolgreiche Variante des Märchens darbot, ohne den Vergleich mit dem „Original" zu fürchten. Das ist die eigentliche Sensation!
Ein Projekt, das andere zum Theaterspielen animiert, ist ein Erfolg!
(Photos werden bald hochgeladen)
Helga Burchardt
Der Mond ist weg
Zähmst du noch?
Theaterabend des 4. Semesters
22 SpielerInnen der zwei DS-Kurse zeigten in den zwei Produktionen 180° und Erwarte nichts! mit viel Spielfreude und Engagement ihr Können. In 180° wurden mit viel Witz und Kreativität Gemälde bekannter Maler zum Leben erweckt; Erwarte nichts! - eine Kurt-Tucholsky-Revue- zeigte mal komisch, mal ernst die spielerische Umsetzung von Tucholskys Texten und Lebensweisheiten über die Frauen und die Politik. Zwei recht unterschiedliche Stücke, die an einem Abend gelungen die Ergebnisse und die ganze Spannbreite des Fachs Darstellenden Spiels unter der Spielleitung von Herrn Arndt und Fr. Kügele-Jeschal präsentierten.