30 | 07 | 2010
CCLL
ccllCCLL - die vier Buchstaben sind Abkürzungen für englische Wörter, die in knapper Form eine Initiative darstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Begeisterung für ein vereintes Europa besonders bei jungen Menschen zu verbreiten und zu fördern.
Umfragen haben ergeben, dass zwar die meisten jungen Menschen der alten und neuen Mitgliedstaaten die Idee eines vereinten Europa befürworten, aber leider oft viel zu wenig über dieses von vielen Seiten misstrauisch beäugte Gebilde wissen.
Deshalb fanden sich vor gut einem Jahr eine Reihe von Pädagogen, Forschern, Lehrkräften, die sich des Themas annahmen und ein Comenius-Projekt gründeten, das gerade unter jungen Men-schen die europäische Idee fördern will.
Dazu wurde ein griffiger Name gesucht und gefunden, und nun soll das Geheimnis gelüftet werden:
CCLL steht für Common Constitution and Language Learning.
Es geht also um die gemeinsame Verfassung für ein vereintes Europa - das ist der politische Teil - und das Sprachenlernen - das ist der pädagogische Teil. Dies ist die Kernaufgabe des Comenius-Projekts, das Zusammenführen eines politischen Gedankens mit der Erarbeitung innovativer pädagogischer Konzepte.
Für diese Aufgabe fanden sich Menschen aus 12 europäischen Ländern und aus vielen Institutionen wie Universitäten, Lehrerbildungsstätten und eben Schulen.
Teilnehmer an dem Projekt sind unter anderem die Nottingham Trent University (Robin Hood fand leider noch keine Zeit, dabei zu sein), das rumänische Deutschlehrer-Bildungsinstitut in Sibiu (Hermannstadt). Näheres dazu findet man auf der Homepage des CCLL-Projekts.
Eine Auswirkung für unser Schulleben hat sich bereits ergeben: Seit Mitte 2008 arbeiten wir in einem weiteren Comenius-Projekt unter Leitung einer Schule in Bassano/Italien, zu der im Bereich Latein bereits Kontakte geknüpft wurden. Darüber wird aber demnächst an anderer Stelle zu berichten sein.
Die Max-Beckmann-Oberschule wurde in diesen illustren Kreis aufgenommen, weil sie als eine international offene Schule gesehen wird, die schon immer zahlreiche Kontakte mit Schulen anderer Länder hatte und sich über die Jahre einen guten Ruf geschaffen hat.
Zu diesem positiven Bild hat gewiss auch der bilinguale Zweig der Schule beigetragen. Hier werden ja bekanntlich in englischer Sprache Erdkunde und Geschichte unterrichtet, was schon einmal von sich aus eine erweiterte Sichtweise bedingt. Die hier auf Lehrer- und auf Schülerseite teilweise hart erarbeiteten Erfahrungen können nun in die Arbeit des Projekts eingebracht werden.
Im Schuljahr 2009/2010 werden für die Schülerinnen/Schüler des bilingualen Zuges die zwei PW-Pflichtkurse der Qualifikationsphase in englischer Sprache unterrichtet. Ein ganzes Semester ist dabei für das Thema „Europa“ reserviert. Ein Besuch bei europäischen Institutionen in Brüssel ist vorgesehen.
Aber auch im didaktisch-methodischen Bereich hat sich im Laufe der Jahre gezeigt, dass die bisher verwendeten Methoden im herkömmlichen, muttersprachlichen Unterricht oft nicht mehr ausreichen, sondern neue Wege beschritten werden müssen. Dazu sei nur das Stichwort CLiL (Content Language integrated Learning) genannt - keine Angst, das soll an dieser Stelle nicht auch noch abgehandelt werden.
Die Max-Beckmann-Oberschule kann schon ein wenig stolz darauf sein, in dieses Projekt berufen worden zu sein.
Nähere Auskünfte können bei Herrn Gehlen oder Herrn Lange eingeholt werden.
Selbstverständlich gibt es auch eine Homepage www.ccll-eu.eu, auf der noch viel mehr Informationen zu erhalten sind.
Bernhard Lange

 
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