Unsere erste Station war das DDR-Museum. Dieses ist ein Museum zum Anfassen, denn es ermöglicht sowohl großen als auch kleinen Besuchern die Geschichte eines vergangenen Staates hautnah zu erleben.
Nicht wie in anderen Museen sind die Ausstellungsstücke hinter dicken Glaswänden und großen Hinweisen wie „BITTE NICHT ANFASSEN" , versteckt, sondern man darf sie fühlen, näher betrachten und sogar riechen.
Somit lädt der Trabi zum Hineinsetzten, die Schubladen zum Aufziehen und alte DDR-Comics zum Lesen ein.
Das Prachtstück des Museums ist die nachgebaute DDR-Wohnung. Man kommt aus dem Staunen und Lachen kaum raus:
Die orange tapezierte Küche ist voll gestopft mit vielen Töpfen im 70er Jahre Style, einem Gewürzregal, DDR-Lebensmitteln und einer alten Waschmaschine.
Im Wohnzimmer steht eine typische Schrankwand, ein grünes Sofa, ein alter Fernseher, mit vier Programmen und ein Telefon, aus dem ein Herr von seiner Frau Moni und seinen Sorgen berichtet.
Insgesamt war das Museum sehr unterhaltsam, jedoch von den räumlichen Verhältnissen viel zu klein und etwas überteuert.
Am Dienstag dem 7. Juli waren wir in der Gedenkstätte der Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Dort erzählte uns Gerd Callemius wie damals die Mauer verlief und wie die Sektoreneinteilung aussah.
Von einer Aussichtsplattform hatten wir einen guten Ausblick auf einen rekonstruierten Mauerabschnitt. Danach schauten wir uns die Mauer von der Ostseite an.
Anschließend gingen wir in eine Kapelle, welche zu Gedenken an die Versöhnungskirche errichtet wurde. Diese wurde 1985 von der DDR-Regierung gesprengt, da sie ihnen mitten im Grenzstreifen gelegen ein Dorn im Auge war.
Zum Schluss besuchten wir in der Gedenkstätte ein Seminar, welches Franz Pfeiffer leitete. Dort schauten wir einen Film, der darüber berichtete wie damals das Leben an der Mauer war.
(Mehr Infos: www.berliner-mauer-gedenkstätte.de)
Am letzten Tag unseres Sommerkursprogramms unternahmen wir eine Radtour entlang des ehemaligen Mauerverlaufs. Unsere Strecke begann am Potsdamer Platz und führte uns am Brandenburger Tor vorbei.
Unsere Lehrerin machte uns auf Gedenktafeln, welche den Maueropfern gewidmet sind aufmerksam. Wir erfuhren, dass mindestens 600 Menschen durch die Mauer ihr Leben verloren. Beim „Parlament der Bäume" wurde aus Blumen eine Erinnerung an die Maueropfer errichtet.
Später kamen wir auf dem Invalidenfriedhof an. Dort fand die Flucht eines Vierzehnjährigen statt, welcher durch die Spree schwamm. Dabei wurde er von DDR-Grenzposten unter Beschuss genommen. Da sie das Feuer nicht einstellten, nachdem er die Westseite erreichte, erwiderten die West-Berliner-Polizisten das Feuer. Dabei starb eine DDR-Grenzwache. Der Junge überlebte schwerverletzt.
Unsere Radtour endete am Bahnhof der Bornholmer Straße, welcher zu DDR-Zeiten ein Geisterbahnhof war. Bahnhöfe dieser Art befanden sich auf Ostberliner-Gebiet, waren von Volkspolizisten bewacht und die Züge fuhren ohne anzuhalten durch.
Insgesamt war das Sommerkursprogramm sehr informativ und interessant.
Felix Mielke, Torben Hübner, Theodor Günther, Sascha Steglich, Jan Paul Steglich, Ceyhan Dural, Derya Buger
Zwischen Tegeler See und Tor zur Hölle - Sommerkursprogramm 2008
Das Sommerkursprogramm 2008 fand vom 7. - 11. Juli statt. Es gab vielfältige Aktivitäten, in diesem Jahr gab es z.B. erfreulich viele Reisen in den Jahrgängen 7 und 8, solche Reisen sind immer eine echte Herausforderung.
Der komplette 9. Jahrgang absolvierte wieder ein Betriebspraktikum.
Gut besucht war auch ein Projekt, das Touren mit Sportruderbooten auf den Nordberliner Gewässern vorsah, eine Reise von Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs nach Prag fand statt, und eine Gruppe von 21 Schülerinnen und Schülern begab sich auf eine abenteuerliche Reise nach Süditalien mit einer schweißtreibenden Besteigung des Feuer speienden Stromboli, einem 924 m hohen Vulkan vor der Küste Kalabriens/Süditaliens, als einem Höhepunkt. Der Golf von Neapel mit dem weltberühmten Pompeji stand auch auf dem Programm.