Start Projekte und AGs Sommerkursprogramm Zwischen Tegeler See und Tor zur Hölle - Sommerkursprogramm 2008
06 | 02 | 2012
Zwischen Tegeler See und Tor zur Hölle - Sommerkursprogramm 2008

Das Sommerkursprogramm 2008 fand vom 7. - 11. Juli statt. Es gab vielfältige Aktivitäten, in diesem Jahr gab es z.B. erfreulich viele Reisen in den Jahrgängen 7 und 8, solche Reisen sind immer eine echte Herausforderung.

Der komplette 9. Jahrgang absolvierte wieder ein Betriebspraktikum.

Gut besucht war auch ein Projekt, das Touren mit Sportruderbooten auf den Nordberliner Gewässern vorsah, eine Reise von Schülerinnen und Schülern des 10. Jahrgangs nach Prag fand statt, und eine Gruppe von 21 Schülerinnen und Schülern begab sich auf eine abenteuerliche Reise nach Süditalien mit einer schweißtreibenden Besteigung des Feuer speienden Stromboli, einem 924 m hohen Vulkan vor der Küste Kalabriens/Süditaliens, als einem Höhepunkt. Der Golf von Neapel mit dem weltberühmten Pompeji stand auch auf dem Programm.

Die Insel Stromboli ist relativ abgelegen und konnte so einen sehr eigenen Charakter bewahren. Pimkie und Picaldi, Starbucks und Schlecker sind auf der Insel - wie übrigens in weiten Teilen Süditaliens - nicht vertreten, und die verzückte Anhängerschaft dieser Kollateralschäden der Moderne wird noch lange warten müssen, bis auch Stromboli aussieht wie die Fußgängerzone in der beliebigen Stadt x.

Dass man die regelmäßigen Explosionen im Krater des Stromboli aus nächster Nähe beobachten kann, dürfte weltweit einmalig sein. Die urweltliche Kraft, die im Krater des Stromboli sichtbar wird, erinnert an  .. das Tor zur Hölle.

Leider nur fünf Tage dauerte der Ruderkurs im Sommerkursprogramm für die 17 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der Leitung der erfahrenen Ruderer Herrn Zimmer und Herrn Lange.
Spaß hat es allen Beteiligten gemacht, das Wetter spielte sogar einigermaßen mit, selbst Regen wurde unter 'Wassersport' abgehakt.
Sportliches Rudern hat mit dem Bewegen eines Äppelkahns so viel zu tun wie Planschen im Tegeler See mit einem Schwimmwettbewerb im Kielwasser von Michael Phelps.
Wo ist eigentlich links und rechts im Boot, wenn man mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitzt, der Steuermann aber in Fahrtrichtung schaut?
Wozu sind eigentlich die Rollsitze da, wenn man doch in jeder Hand ein Ruder hat?
Diese und viele andere Fragen wurden geklärt, die Hände gewöhnten sich auch langsam an die ungewohnte Arbeit, der Hinweis auf das Mitbringen von Badekleidung erschien so langsam als überflüssig, bis es dann in die Skiffs (wirklich schmales Rennboot) ging.
Dabei war so manch ein mutiger Kandidat eher im erstaunlich sauberen Wasser des Borsighafens, als ihm lieb war, weil diese Rennboote einfach zu schwierig im Gleichgewicht zu halten sind.
Bei der knapp bemessenen Zeit konnten nur wenige größere Ausfahrten unternommen werden, aber die Insel Scharfenberg wurde am Donnerstag umrundet, wobei dann doch noch einiges an Theorie zum Einsatz kam.
So hat die 'kommerzielle Seefahrt', also z.B. die Ausflugsdampfer, immer Vorfahrt.
Am letzten Tag wurde nach einer kürzeren Ausfahrt noch zünftig gegrillt und die schöne Woche zu einem harmonischen Ausklang gebracht.

 

 


Ganz schön wacklig, so ein Skiff. Beim Ruderkurs am Tegeler See.
 
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